Aufwertung der Friedhofskultur

Die Friedhöfe in Nettetal werden dank intensiver Arbeiten des NetteBetriebs attraktiver. Und bei Bestattungen werden viele Grabarten langfristig günstiger. Die Stadt hat die Gebührenkalkulation überarbeitet. Felix Marquardt vom NetteBetrieb stellte die neue Lesart im Betriebsausschuss vor. Sie bildet das Ergebnis einer zweijährigen Arbeit des NetteBetriebs in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Friedhof ab, in dem Vertreter aus Politik und Verwaltung die Köpfe zusammengesteckt haben. Die neuen Tarife wurden im Ausschuss einstimmig beschlossen.

Beispiele: Das Nutzungsrecht für ein Wahlgrab in Sonderlage kostet künftig 2.503 statt 2.972 Euro. Für ein Urnenwahlgrab – die in Nettetal am häufigsten gewählte Bestattungsart – wurde die Gebühr für den Erwerb eines Nutzungsrechtes von 2.457 auf 1.909 Euro gesenkt. Generell ist der Trend hin zur Urnenbestattung erkennbar. Lediglich bei der Bestattung in ein Reihengrab steigt die Nutzungsgebühr von 1.387 auf 1.422 Euro.

Insgesamt werden die Gebühren für die verschiedenen Bestattungsformen zwischen 18 und 880 Euro reduziert. „Das ist eine deutliche Entlastung und ein gutes Ergebnis für Nettetal“, sagte NetteBetrieb-Betriebsleiter Dr. Michael Rauterkus. Die Stadt tritt jetzt an die lokalen Bestatter heran, um die neuen Gebührentarife zu erläutern. In den letzten drei Jahren lag die Zahl der Bestattungen in Nettetal zwischen 340 und 370.

Auf den Friedhöfen in allen sechs Stadtteilen können nun pflegefreie Urnenbestattungen unter Bäumen – sogenannte Baumgräber – angeboten werden. Über diese und weitere Maßnahmen informierte Heike Meinert vom Bereich Stadtgrün im NetteBetrieb. Mit Urnengräbern unter Bäumen innerhalb des bestehenden Friedhof-Ensembles habe die Stadt kontemplative Stätten geschaffen. Ein Konzept, das im Ausschuss viel Zustimmung fand, zumal hierdurch auch eine wohnortnahe Beerdigung gewährleistet werden kann.