Runder Tisch für den Sport beschlossen

Einen großen Schritt für den Nettetaler Sport setzte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Einvernehmlich hat der Rat einen „runden Tisch für den Sport” auf den Weg gebracht. Gleichzeitig signalisierte das Gremium den Vereinen Rhenania und VfL Hinsbeck, dass absehbar auf dem Sportplatz in Hinsbeck am Höhenweg eine Leichtathletikbahn für Wettkampfzwecke gebaut wird, sofern die beantragte Förderung bewilligt wird.

Stadt-Sport-Verbands-Vorsitzender Jürgen Hendricks hatte für diese Lösung im Sportausschuss vor drei Wochen den Weg geebnet. Im Sinne der 57 Nettetaler Sportvereine mit rund 12.000 Mitgliedern müsse die Politik den gesamten Sportbereich im Blick behalten und konzeptionell anpacken, so der Stadt-Sport-Verband-Chef. Damit können sich in der Seenstadt alle Vereine anfreunden, wie jetzt im Rat deutlich wurde.

Aus diesem Gerechtigkeitsgedanken heraus wurde nun auch eine Leichtathletikbahn in Hinsbeck in Aussicht gestellt. Eine solche Anlage ist von den Hinsbecker Vereinen schon lange herbeigesehnt, wurde bislang aus unterschiedlichen Gründen von der Stadt abgelehnt. Hier wurde jetzt mit der Perspektive „runder Tisch” ein Durchbruch erzielt.

Allerdings sei mit Blick auf die Leichtathletikbahn der vom Rat eingeschlagene Weg „sportlich”, wie Jochen M. Müntinga, Geschäftsbereichsleiter Familie, Bildung und Soziales, es auf den Punkt brachte: Bis zum 15. Januar 2021 muss die Stadt in Düsseldorf einen Antrag eingereicht haben, um das Gros der veranschlagten Kosten in Höhe von 650.000 Euro gefördert zu bekommen. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt hierfür 90 Prozent in Aussicht.

Der „runde Tisch” soll – sobald die Pandemielage es zulässt – Kriterien für ein auf die Zukunft ausgerichtetes Sportkonzept erarbeiten. Mit am Tisch sitzen neben Stadt und StadtSportVerband der NetteBetrieb als ausführendes Organ und Vertreter der Nettetaler Sportvereine. Die Idee ist auch, das Schicksal des Nettetaler Sports nicht ausschließlich auf den Schultern von Ehrenamtlern abzulasten, sondern bei wegweisenden Entscheidungen auch das Hauptamt einzubinden.