Großer Besucherandrang in den Naturschutzgebieten bereitet Probleme

Schlitten fahren, wandern, reiten – viele Menschen zieht es aktuell ins Freie. Auch in den Naturschutzgebieten des Kreises Viersen nimmt der Besucherandrang erheblich zu – und stellt für einige Wildtiere eine Gefahr dar, so der Kreis Viersen in einer Pressemitteilung. Um die Tiere und Natur zu schützen, gelten für Besucherinnen und Besucher folgende Verhaltensregeln:

  • Meiden Sie vor allem die Dämmerung. Diese Zeit nutzen Wildtiere, um nach Nahrung zu suchen.
  • Bleiben Sie auf den Wegen.
  • Halten Sie Hunde kurz angeleint.
  • Verfolgen Sie keine fliehenden Wildtiere für ein Handyfoto oder Video.
  • Erklären Sie Ihren Kindern, dass die Beobachtung von Wildtieren auch ohne Lärm spannend sein kann.

Um die Naturschutzgebiete darüber hinaus zu entlasten, empfiehlt Matthias Nickel von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen, auf örtliche Parks, stadtnahe Grünlandflächen oder Landschaftsschutzgebiete auszuweichen.

Er erklärt außerdem, warum die Einhaltung der Verhaltensregeln derzeit besonders wichtig ist: “Viele Tiere wie der Feldhase haben im Winter ihren Energiehaushalt auf ein Minimum zurückgefahren. Jede unnötige Flucht – zum Beispiel vor freilaufenden Hunden – kostet Energie und kann für den Hasen lebensgefährlich sein.”