GRÜNE fordern Schnellteststrategie für Willich

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Nicht nur Bundekanzlerin Angela Merkel, auch weitere prominente Politiker, Wissenschaftler und ebenso Verwaltungsexperten wie Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, befürworten eine Schnellteststrategie. Das bestärkt die GRÜNEN in der Stadt Willich, ihren Antrag im Rat am 23. Februar gemeinsam mit den anderen Fraktionen voranzutreiben.

„Seit unserem Ratsantrag vom 26. Januar sind leider schon über zweieinhalb Wochen ungenutzt ins Land gegangen. Es war klar, dass gerade vor dem Hintergrund von Schul- und Kitaöffnungen sowie der Mutanten eine Schnellteststrategie zur öffentlichen Sicherheit dazugehören wird. Sich hinter juristischen Zuständigkeiten zu verstecken wird dem Ernst der Lage nicht gerecht. In Anbetracht der erheblichen gesundheitlichen Risiken und wirtschaftlichen Auswirkungen müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, um diese zu reduzieren, auch wenn wir alle wissen, dass es keine hundertprozentige Testsicherheit gibt“, kommentiert der Fraktionsvorsitzende Christian Winterbach die Situation.

Nach dem Strategievorschlag der GRÜNEN soll dort, wo Land und Bund sowie Unternehmen und andere Träger und Betreiber von Einrichtungen nicht ausreichend testen lassen (können), die Stadt als Organisator einspringen, wenn es gewünscht, zielführend und angemessen ist.

Flächendeckendes Scannen des Bedarfs, freiwillige Inanspruchnahme eines von der Stadt organisierten Angebotes ist dabei das Credo. Neben ehrenamtlichen Helfern wie auch Besetzungen von Rettungswachen sollen hierzu auch hauptamtliche Beschäftigte – selbstverständlich mit entsprechender Fachkunde – eingesetzt werden können.

Den Bedarf für Schnelltests sehen die GRÜNEN insbesondere bei Eltern und Tagespflegepersonen, nicht-pädagogischem Personal in Schulen, den OGS- und Kita-Mitarbeitern und den Beschäftigten der Fördervereine in der Nachmittagsbetreuung. Auch das Personal der Kernverwaltung gehört für die Fraktion im Rat der Stadt Willich dazu.

Zu den bislang zirkulierenden Kosten äußert sich Claudia Poetsch, Vorsitzende des Sozialausschusses, wie folgt: „Glaubt man den Kosten, die aufgerufen werden, müssten andere Kommunen, die eine Schnellteststrategie auf eigene Rechnung anbieten, schon längst zahlungsunfähig sein. Diese Zahlen sind künstlich heraufgerechnet. Fest angestellte Mitarbeitern, demnach teures Personal, wurden einbezogen – Tests für 20 Euro pro Stück veranschlagt. Hat die Verwaltung hierzu mit anderen Städten und Gemeinden telefoniert?“

Ratsfrau Julia Praetor abschließend: „Die positiven Erfahrungen zum Schutz unserer Mitmenschen überwiegen die Risiken gewaltig. Dagegen zu sein ist moralisch und logisch nicht nachvollziehbar. Mit Wien, Rommerskirchen oder der kreisangehörigen Gemeinde Lastrup haben wir ganz verschiedene Beispiele, die entschlossen zum Wohl der Menschen handeln. Solchen Mut wünsche ich mir auch in und für Willich!“