Casinogarten bleibt gesperrt – Experten raten Passanten, die Ruhe zu bewahren

Bei dem auffälligen Greifvogel im Casinogarten soll es sich um ein Rotschwanzbussard-Jungtier handel.

Der Casinogarten in der Viersener Innenstadt ist seit dem heutigen Donnerstag (18. Februar 2021) gesperrt. Ein Greifvogel hatte im Tiefflug auf Passanten zugehalten, die daraufhin die Zuständigen beim Kreis Viersen und bei der Stadt Viersen alarmierten. Da nicht abzusehen ist, ob das Tier aggressiv ist, hat die Stadt Viersen den Park bis auf Weiteres vorsorglich gesperrt. Dies teilt die Stadt und der Kreis Viersen am späten Nachmittag in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Die zurate gezogenen Experten der Greifvogelhilfe Rheinland vermuten aufgrund der Handyfotos einiger Passanten, dass es sich um ein Rotschwanzbussard-Jungtier handeln könnte. Diese Art sei am Niederrhein nicht heimisch, sondern stamme aus Nordamerika. Entsprechend könnte das Tier von Menschen aufgezogen sein, sagen die Experten. Dadurch könne sich möglicherweise auch das Verhalten erklären, dass der Vogel gezielt auf Spaziergänger zusteuert – vermutlich in der Hoffnung auf Futter.

“Wenn Passanten den Vogel sehen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und das Tier nicht durch Schläge in die Luft zu erschrecken. Ansonsten könnte es sein, dass es Angst bekommt und sich verteidigt”, sagt Philippe Niebling von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen.

Ein Falkner der Greifvogelhilfe wird nach Aussage der Verantwortlichen in den kommenden Tagen versuchen, das Tier einzufangen. Dann käme es zu Untersuchungen in die Auffangstation. Die Stadt Viersen wird zunächst die weiteren Bemühungen abwarten. Der Casinogarten bleibt gesperrt, bis gesichert ist, dass Menschen ihn ohne Gefahr betreten können.