Nettetal: 75 Jahre Elektro Klinkertz in Kaldenkirchen

Christoph Kamps sowie Jochen und Walter Klinkertz mit der Meisterurkunde des Firmengründers Josef aus 1949. Foto: Stadt Nettetal

Gleich zwei stolze Jubiläen kann der Kaldenkirchener Elektrobetrieb Klinkertz GmbH in diesen Tagen feiern. Vor 75 Jahren wurde der Betrieb gegründet und Ende März kann Seniorchef Walter Klinkertz auf 60 Berufsjahre zurückblicken.

Angefangen hat alles nur wenige Tage nach Kriegsende. Josef Klinkertz meldete am 1. Juni 1945 ein Elektroinstallationsgeschäft an der Kehrstraße 35 an und am 14. Juli 1949 legte er die Meisterprüfung ab. „Er war der erste Elektriker in Kaldenkirchen nach dem Krieg und wurde von den amerikanischen Besatzungstruppen beauftragt, die Stromversorgung wiederherzustellen“, erinnert sich Sohn Walter, der den Betrieb 1973 übernahm. Es folgte 1995 der Umzug des Betriebes zur Straße Am Panneschopp und 2008 zurück in den Ortskern an den Königspfad. Dort war bis dahin viele Jahre das Chemische Untersuchungsamt des Kreises Viersen untergebracht. Hier gibt es nun auch eine große Ausstellungsfläche für Elektrogeräte wie Geschirrspüler und Waschmaschinen, zeitweise wurden auch Geschenk- und Porzellanartikel verkauft. „Der Verkauf der weißen Ware ist heute eine schöne Ergänzung des Betriebes und unsere Kunden schätzen vor allem unseren guten Kundendienst“, weiß der Seniorchef, der heute noch im Betrieb aushilft, ebenso wie Ehefrau Dagmar und Tochter Ellen. Seit 2019 führt nun sein Sohn Jochen in dritter Generation den Familienbetrieb.

Der Schwerpunkt liegt jetzt auf der Installation von Elektro- und EDV-Anlagen für den privaten Wohnungsbau. Aber auch für Gewerbebauten und im Krankenhausbereich hat Klinkertz feste Stammkunden. „Bei Neuinstallationen sind die neun Mitarbeiter, darunter ein Auszubildender, bis Düsseldorf und Köln unterwegs“, erläutert Jochen Klinkertz. Zudem führt der Betrieb E-Scheck-Prüfungen und Elektroreparaturen vor Ort durch. Wirtschaftsförderer Christoph Kamps überbrachte coronakonform die Glückwünsche der Stadt und lobte den Betrieb: „Schön, dass wir solche traditionsreichen Handwerksbetriebe in unserer Stadt haben“.