FÜR WILLICH amüsiert über Gutschein-Posse: Schilda in Willich

Foto: privat

“Ein gutes Beispiel dafür, wie man Anträge einer Partei ablehnt, aber gleichzeitig dessen Inhalt mit großem ‘Tamtam’ erfolgreich umsetzt, haben jetzt die Willicher Stadtverwaltung und die CDU mit einem Antrag von FÜR WILLICH demonstriert”: Mit diesen markigen Worten leitet die Wählgemeinschaft FÜR WILLICH ihre Pressemitteilung ein.

“Amüsiert”, so die gewählten Worte, betrachtet die Wählergemeinschaft FÜR WILLICH diese Politposse. Vorsitzender Detlef Nicola zeigte sich nicht sonderlich überrascht: „Solche Symbiosen zwischen CDU und Verwaltung waren zu erwarten. Aber dass der Bürgermeister Christian Pakusch da offensichtlich ebenfalls involviert ist, macht uns fast sprachlos. Schilda lässt grüßen!“

Über den Verein „Wir retten unser Dorf“, in dem Pakusch Mitglied ist, sollen jetzt die zusätzlichen Gelder der Stadt verteilt werden. „Das hat ein großes „Geschmäckle“, so Nicola, „denn der Verein war, wie mir ein Mitglied erzählte, bereits Anfang März über das Vorhaben der Verwaltung informiert. Da lag unser Antrag bereits lange vor. Das muss der BM gewusst haben, als unser Antrag am 10 März 2021 im Haupt- und Finanzausschuss abgelehnt wurde. Dies wurde aber im Ausschuss wohl bewusst nicht kommuniziert.“

FÜR WILLICH hatte beantragt, Gutscheine über das EFA-System verkaufen zu lassen. Dies war wegen des großen Aufwandes und der geringen Unterstützungssumme (5 Euro pro Gutschein) vehement von CDU, aber auch von SPD und FDP abgelehnt worden.

Aber so schlecht scheint der Antrag von FÜR WILLICH nicht zu sein, denn nun will das Stadtmarketing 10 Prozent Anteil an den bisherigen EFA-Gutscheinen spenden. Diese Spenden soll dann der Verein „Wir retten unser Dorf“ an die Einzelhändler und Gastronomen verteilen.

Nicola: „Ein irrer Aufwand, und das für 10 Prozent des Gutscheinwertes. Die Frage bleibt im Raum, welches politische Gremium dies beschlossen hat. Oder macht sich jetzt die Verwaltung über das Stadtmarketing „selbständig“?

“Mit dem Antrag von FÜR WILLICH hätten die Kunden je Gutschein 5 Euro Rabatt, somit 20 Prozent des Gutscheinwertes von 25 Euro bekommen. Das wäre ein großer Anreiz gewesen, bei Willicher Einzelhändlern einzukaufen und die Gastronomie zu besuchen. Und das ohne den Mehraufwand über den Verein, der sich hier vor den Karren der Verwaltung spannen lässt.” Nicola ist fassungslos: „Die Verteilung des städtischen Zuschusses wird nun sicherlich mit Einsatz des Bürgermeisters erfolgen, der als Vereinsmitglied die Gelder dann wahrscheinlich den Geschäftsleuten persönlich vorbeibringt, natürlich immer mit Foto. Die Zeitungen werden dafür die Seitenanzahl erhöhen müssen. Armes Willich!“