Osterüberraschung: Bürgerinitiative erreicht auch Ziel für Schiefbahn-West

Sie freuen sich gemeinsam über den Erfolg: Ralf Klein (FDP), Peter Mackes (Pro Glasfaser Willich), Bürgermeister Christian Pakusch (CDU), Eva Thiery, Stephan Giese, Murat Durmaz (alle Deutsche Glasfaser), Hannes Zühlsdorff (FDP). Foto: privat

„Wir wollen der Willicher Bevölkerung unbedingt noch vor Ostern ein schönes Ei ins Nest legen“, sagte Eva Thiery aus der Marketingabteilung der Deutschen Glasfaser in Richtung Bürgermeister Christian Pakusch (CDU). Gemeint sei die Bauentscheidung für das Glasfasernetz in Schiefbahn-West, wie Stephan Giese, Business Development Manager des Unternehmens ergänzend mitteilte: „Diese Entscheidung wurde im Laufe des Mittwochs seitens unserer Unternehmensleitung getroffen, nachdem das Bündelungsverfahren am Montag erfolgreich endete und die Quote von 40% auf den Punkt genau erreicht wurde.“ Nach der Bauentscheidung für Niederheide, die das Unternehmen bereits am letzten Samstag verkünden konnte, ist diese Nachricht bereits die zweite positive Mitteilung in sehr kurzer Zeit für das Willicher Stadtoberhaupt.

Dieser war nicht nur sichtlich erfreut über den Baubeschluss, sondern nutzte die Gelegenheit, um den treibenden Kräften zu danken: „Für unsere Stadt ist der Ausbau ein riesiger Schritt nach vorne. Gerade in diesen Zeiten brauchen wir ein modernes Telekommunikationsnetz. Allein unsere Wirtschaft mit der mittlerweile normalen Homeoffice-Struktur, aber auch die Homeschooling-Erfordernisse unterstreichen die Notwendigkeit der Verbesserung der digitalen Netze. Insofern möchte ich mich erneut nicht nur beim Netzanbieter bedanken, sondern vor allem bei den Ehrenamtlichen, die sich der Aufgabe des Netzausbaus in Willich verschrieben haben. Insbesondere die Bürgerinitiative „Pro Glasfaser Willich“, die mit Peter Mackes einen sehr engagierten Willicher Bürger in vorderster Front hat, aber auch die ebenso ehrenamtlich tätigen Politiker haben hier sehr viel geleistet.“

Mit Investitionen in Höhe von 2,6 Mio. Euro in Schiefbahn-West und 750.000 Euro in Niederheide werden nun erhebliche Mittel in den Schiefbahner Boden gelegt. „Das ist aber nicht das Ende der Fahnenstange, denn uns fehlen immer noch Schiefbahn-Nord und das Unterbruch“, merkte Stephan Giese an. Peter Mackes ist davon überzeugt, dass die Menschen auch dort das neue Netz brauchen. Er sagte: „Wenn die Bürgerinnen und Bürger das Netz wirklich wollen, müssen sie sich einfach nur bei uns oder beim Netzbetreiber melden. Einem Antrag steht nun nach dem Lückenschluss zwischen Neersen und Schiefbahn-West nichts mehr im Wege.“ Die Bauaktivitäten in Schiefbahn sollen nach Angaben des Netzbetreibers bereits nach den Sommerferien starten. Auch im restlichen Stadtgebiet möchte die Deutsche Glasfaser noch aktiv werden. „Wir prüfen derzeit, wie wir im nördlichen Anrath und Willich die Glasfasernetze ausbauen können. Ein Start der Vermarktung wäre ab Herbst möglich“, sagt abschließend Murat Durmaz von der Deutschen Glasfaser.