Baustellenbesuch in Münchheide: Neubau des Europäischen Hauptquartiers QNAP- Systems

Foto: Stadt Willich

Wer in den letzten Wochen an Münchheide IV vorbeigekommen ist, dem werden die zahlreichen in den Himmel ragenden und wie die sprichwörtlichen „Pilze aus dem Boden schießenden“ Betonpfeiler sicher ins Auge gefallen sein: Eine Delegation der Stadt – konkret Bürgermeister Christian Pakusch, Erster Beigeordneter Willy Kerbusch, Wirtschaftsförderer Christian Hehnen und Pressesprecher Michael Pluschke – machten sich jetzt selbst bei einem Baustellenbesuch ein Bild von den wirklich rasanten Fortschritten, den der Bau seit dem Spatenstich Mitte Dezember macht: Hier entsteht auf rund 6.000 Quadratmetern Grund an der Straßenkreuzung Charles-Wilp-/Karl Arnold Straße der dreigeschossige Bau, der einmal das europäische Headquarter von QNAP-Systems aus Taiwan beheimaten wird. Bis Februar 2022 wird im Technologiepark Münchheide IV unter anderem ein begrüntes Lager- und Logistikzentrum entstehen, das von Willich aus den europäischen Markt bedienen wird. Östlich schließt sich ein Parkplatz mit mehr als 40 Stellplätzen für PKW und Fahrräder an. QNAP investiert über 10 Millionen Euro in den Neubau und die Schaffung weiterer Arbeitsplätze.

Die Arbeiten sind trotz Corona-Engpässen voll im Plan: Das ausführende Heinsberger Unternehmen Florack (eine seit 150 Jahren familiengeführte Firma) hat das Team aufgestockt und auch mehrere Tage Stillstand, als wegen Minustemperaturen keine Fertigbetonteile gegossen werden konnten, aufgeholt. Denn die Schnelligkeit des Baus hat ihren Grund: Florack fertigt „daheim“ in Heinsberg alle Teile individuell vor und „setzt“ das Ganze dann vor Ort zusammen – „ein bisschen wie Lego“, wie Bürgermeister Christian Pakusch, der von der Geschwindigkeit des Baufortschritts wie alle anderen Besucher sehr beeindruckt war, mit einem Lächeln anmerkte.

Wobei der Transport der Pfeiler dann doch ein wenig mehr Aufwand als bei den scherzhaft angesprochenen bunten Klötzchen verursacht: Die Träger, die von Heinsberg nach Willich per Schwerlasttransport gebracht werden müssen, können schon mal 14 Meter lang sein – und 17 Tonnen schwer, wie Florack-Prokurist den Gästen erläuterte.

Noch macht das Ganze den Eindruck eines großen Skeletts, aber spätestens in drei Wochen wird der Bau nicht wiederzuerkennen sein: Die ersten – ebenfalls fertigbetonierten – Wände schweben während des Besuchs per Kran ein, und der Wandel vom „Skelett“ zum Gebäude wird schnell gehen: Baukosten werden auf die Art kaum gespart, verrät QNAP-Managing Director Dale Chen, aber eben Zeit. Gut so, denn da gibt auch seitens des Headquarters klare Ansagen: Im Februar kommenden Jahres soll alles fertig sein, für März ist der Einzug ins Neue Gebäude geplant.