Tödliche Hitzefalle: Tiere und Kinder nicht im geparkten Auto zurücklassen

Die Innentemperatur im Auto steigt an den aktuellen warmen Tagen sehr schnell an: Eltern sollten daher keine Kinder im Auto zurücklassen. Besitzer sollten ihre Tiere niemals im Auto lassen. Auch nicht wenige Minuten, nur eben für’s Brötchen beim Bäcker oder den schnellen Kaffee in der Eisdiele.

Das derzeit schöne Sommerwetter hat auch eine Schattenseite: Im Sommer kann sich das Auto binnen weniger Minuten in eine Sauna verwandeln. Die Hitze im Fahrzeug steigt rasant auf 40, 50 oder sogar 60 Grad an. Das ist gerade für Babys, Kleinkinder und Haustiere lebensgefährlich.

“Immer wieder vergessen Hundehalter, dass sie damit ihren vierbeinigen Liebling ungewollt in akute Lebensgefahr bringen. Extreme Temperaturen führen beim Hund sehr schnell zum Hitzschlag. Es drohen Erbrechen, Atemnot und Kreislaufversagen. Erste Anzeichen sind vermehrtes Hecheln, Unruhe oder auch Apathie. Von einem Hitzschlag spricht man, wenn eine Körpertemperatur von über 40 Grad erreicht ist. Man darf diese Gefahr einfach nicht unterschätzen.”, so Experten vom Verbraucherschutz.

Eine Temperatur von 40 Grad wird bereits bei einer Außentemperatur von 24 Grad erreicht — und zwar nach etwa 30 Minuten. Sind außen 30 Grad, wird es im Auto bereits nach rund 15 Minuten 40 Grad heiß oder noch wärmer. Selbst bei vermeintlich geringen 20 Grad Außentemperatur werden nach etwa einer Stunde im Innern des Wagens lebensbedrohliche 46 Grad gemessen.

Auch im Schatten abgestellte Fahrzeuge sind kein geeigneter Aufenthaltsort für Hunde. Die Sonneneinstrahlung kann sich schon nach kurzer Zeit ändern, so dass das Fahrzeug in der prallen Sonne steht. Immer wieder müssen Hunde von der Polizei oder dem Ordnungsamt aus dieser Hitzefalle befreit werden. Das Fahrzeug wird durch einen Schlüsseldienst geöffnet und der Hund wird in ein Tierheim gebracht. Die Kosten hierfür trägt der Tierhalter. Gegen die Besitzer wird außerdem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Quelle: ADAC e.V.

Wer ein Kind oder Tier in Not im Auto bemerkt, muss schnell handeln! Nach Möglichkeit den Fahrzeughalter ausfindig machen, zum Beispiel durch Ausrufen im Supermarkt. Die Polizei oder auch die Feuerwehr sollte informiert werden, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, wenn der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann.