NABU Willich: Kunstnester für gefährdete Mehlschwalben

Foto: Stadt Willich

Etwas für die Schwalben tun will die Willicher Abteilung des NABU (Naturschutzbund Deutschland): Gemeinsam mit der Stadt will man den kleinen Vögeln „unter die Flügel“ greifen: Sie haben aufgrund der weniger werdenden Insekten und der zunehmenden Versiegelung der Städte immer dramatischere Probleme, Nester zu bauen und genügend Nahrung zu finden.

Besonders die Mehlschwalben, die ihren Namen ihrer mehlweißen Unterseite verdanken und normalerweise ihre kunstvollen Lehmnester an rau verputzten Häuserwänden unter geschützten Dachvorsprüngen bauen, stehen im Fokus: Mehlschwalben sind zwar willkommen, finden aber an den meisten Orten kein Material wie Lehm und Wasser für den Bau oder die Ausbesserung ihrer Nester. Das Angebot vom NABU und Stadt, an hohen Häusern Kunstnester anzubringen, wurde von vielen Bürgern sehr gut angenommen, und so brachte der NABU nun gemeinsam mit dem Schwalbenexperten Dirk Schotten in Neu- und Virmondstraße mit einem vom Bauhof gestellten Hubwagen zehn Kunstnester (5 “Doppelhaus-Nester“) an. Dabei wurde natürlich drauf geachtet, die in der Nähe brütenden Schwalben und deren Nachwuchs nicht zu stören.

NABU und Hausbesitzer hoffen nun, dass die bedrohten Vögel nach langer Suche endlich ein neues Zuhause finden. Denn ein altes Sprichwort besagt, dass an Orten, an denen Schwalben brüten, das Glück nie verloren gehe. Außerdem wurden allen Bewerbern Plaketten und Urkunden zum „Schwalbenfreundlichen Haus“ verliehen.