Delta-Variante des Corona-Virus im Kreis nachgewiesen

Im Kreis Viersen ist erstmals die Corona-Variante Delta nachgewiesen worden. Der Befund geht auf eine Stichprobe mittels Genomsequenzierung zurück, die ein Labor gemäß den geltenden Regeln beauftragt und durchgeführt hat.

Bei der infizierten Person handelt es sich um einen Mann, der Anfang 50 ist und mit seiner Familie in Nettetal lebt. Er wies geringe Symptome auf und hat seine Quarantäne bereits gestern beendet. Dass er mit der Delta-Variante infiziert war, ist erst jetzt bekannt worden, weil Sequenzierungen mehr Zeit beanspruchen als Typisierungen.

Weitere drei Familienmitglieder, mit denen der Mann in einem Haushalt lebt, sind vorerst für insgesamt 28 Tage in Quarantäne, da keine Isolation im häuslichen Umfeld voneinander möglich war. Die Ehefrau des Mannes wurde ebenfalls positiv getestet und gilt epidemiologisch als mit der Delta-Variante infiziert. Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit der betroffenen Familie. Weitere Testungen sind bereits veranlasst.

Landrat Dr. Andreas Coenen sagt: „Wir wissen, dass sich die Delta-Variante vierzigmal so schnell verbreitet wie die anderen Varianten des Corona-Virus. Dass sie unseren Kreis jetzt erreicht hat, zeigt, dass wir alle weiter sehr vorsichtig sein müssen – trotz der aktuell sehr niedrigen Fallzahlen. Die Hygienemaßnahmen – Maske, Abstand halten, lüften – sind weiter unbedingt nötig. Nur so können wir vermeiden, dass wir die Corona-Regeln bald wieder verschärfen müssen.“