In den Wäldern: Rettungspunkte für schnelle Hilfe

Markus Kampe, Leiter Städtische Betriebe und Frank Kersbaum, Leiter Feuerwehr Viersen präsentieren die neuen Rettungspunkte. Foto: Stadt Viersen

An insgesamt 27 Stellen in den Viersener Wäldern sowie an der Niers wurden jetzt so genannte Rettungspunkte eingerichtet. Sie sollen dazu dienen, Menschen in einer Notlage schneller zu finden. Weithin sichtbare Hinweistafeln zeigen Hilfesuchenden einen Zahlencode an. Diese Zahlen können sie im Falle eines Notrufs über die 112 angeben. Die Leitstelle der Feuerwehr kann mit Hilfe dieses Zahlencodes genau ermitteln, von wo der Anruf kommt. Für jeden der Rettungspunkte sind bei der Feuerwehr weitergehende Informationen hinterlegt. Dazu gehört beispielsweise die Route für die schnellste Anfahrt.

Mit ihrem gemeinsam erarbeiteten Rettungspunkte-Konzept reagierten Städtische Betriebe und Feuerwehr auf Forderungen aus der Politik. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme bei der Ortung von Personen gegeben, die in den städtischen Wäldern in Not geraten waren.

„Bei Unfällen, aber auch bei der Meldung von Waldbränden entscheiden manchmal Minuten über den Erfolg eines Rettungs- oder Lösch-Einsatzes. Deshalb sind die Rettungspunkte ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit im erweiterten Stadtgebiet“, sagt Frank Kersbaum, Leiter der Feuerwehr Viersen. Zukünftig könne das Rettungspunkte-Konzept darüber hinaus die geplante bundesweite Notruf-App „Nora“ ergänzen. Die App wird zurzeit getestet. Ihre Besonderheit: Sie bietet Menschen mit Hör- und Sprachbeeinträchtigungen verbesserte Möglichkeiten, Notfälle schnell und zielgerichtet zu melden.