Viersen: Brand in Lagerhalle sorgte für Geruchsbelästigung

Foto: Stadt Viersen

Die Feuerwehr Viersen hat am Samstag, 3. Juli 2021, ein Feuer in einem Industriebetrieb am Elkanweg gelöscht. Dort brannten Kunststoffabfälle, die in dem Betrieb verarbeitet werden. Der Einsatz dauerte fast 8 Stunden.

Gegen 4.45 Uhr in der Nacht wurde die Feuerwehr Viersen alarmiert. In einer Lagerhalle am Elkanweg brannte ein etwa 500 Kubikmeter großer Abfallhaufen. Insgesamt lagerten in der Halle rund 10.000 Kubikmeter Material, das zum Recycling vorgesehen ist.

Die Feuerwehr bildete zwei Abschnitte, die das Feuer jeweils mit mehreren C-Rohren und einer Drehleiter bekämpften. Mehrere Bagger, die in der Halle standen, konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Sie wurden später benutzt, um Teile der Haufen umzusetzen und glimmendes Material auseinanderzuziehen.

Weil vor allem viel Löschwasser gefragt war, wurden Schlauchverbindungen zu Hydranten in Elkanweg, Robend und Krefelder Straße aufgebaut. Diese waren teilweise mehrere 100 Meter lang.

Der ABC-Erkunder war unterwegs, um mögliche Gefährdungen durch den Brandrauch auszuschließen. Die Überprüfung ergab, dass bis auf die Geruchsbelästigung kein Grund zur Sorge bestand. Die Feuerwehr und die Stadt Viersen veröffentlichten entsprechende Hinweise auf ihren Social-Media-Kanälen und im Internet.

Gegen 10.00 Uhr rückte ein Großteil der Wehrkräfte bereits ab. Mit Hilfe von zwei Wasserwerfern wurden die Restlöscharbeiten erledigt. Um 12.30 Uhr übergab die Feuerwehr die Brandstelle an die Kriminalpolizei für die weiteren Ermittlungen.

Alarmiert worden waren die hauptamtliche Wache und die Löschzüge Viersen, Dülken und Süchteln. Außerdem waren der Einsatzleitwagen, der ABC-Erkunder und der Gerätewagen Atemschutz im Einsatz. Der Rettungsdienst der Feuerwehr wurde nach etwa zwei Stunden von einem Team des Deutschen Roten Kreuzes abgelöst. Ein Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) wurde hinzugezogen, um die Statik der Halle zu prüfen.

An der Einsatzstelle waren insgesamt 63 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst aktiv. Der Löschzug Boisheim war alarmiert, um während des Einsatzes der Hauptwache den Grundschutz zu gewährleisten. Unterstützung für die Feuerwehr gab es zudem von einem benachbarten Unternehmen, das seine Toiletten und den Pausenraum zur Verfügung stellte.