Bürgermeister für den Frieden: Nettetal zeigt Flagge gegen Atomwaffen

Seit Donnerstag weht vor dem Rathaus der Stadt Nettetal die Flagge der Aktion "Mayors for Peace". Foto: Stadt Nettetal

Ein Zeichen für den Frieden setzte Nettetals Bürgermeister Christian Küsters mit dem Hissen einer Flagge mit dem Symbol der Friedenstaube vor dem Rathaus. Anlass ist die Aktion „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace), die vor 36 Jahren ins Leben gerufen wurde. Zudem stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag vor 25 Jahren fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen.

Um an dieses wegweisende Gutachten zu erinnern, führte die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover als Vizepräsidentin der Mayors for Peace vor genau zehn Jahren den sogenannten Flaggentag in Deutschland ein. Mittlerweile beteiligen sich deutschlandweit immer mehr Städte an der Aktion, rund 400 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zeigen am 8. Juli Flagge gegen Atomwaffen. Zahlreiche Friedensinitiativen begleiten diesen Tag mit vielfältigen Aktionen. Initiiert wurde die Teilnahme Nettetals durch einen Antrag der Breyellerinnen Anthoula Kapnidou und Brigitte Hilgenfeld, der Rat der Stadt zeigte sich von der Idee überzeugt und beschloss schließlich einstimmig.

In diesem Jahr steht der im Januar in Kraft getretene Atomwaffenverbotsvertrag im Fokus des Flaggentages. Die Atommächte haben den Vertrag nicht unterzeichnet, und auch Deutschland ist dem Verbotsvertrag bislang nicht beigetreten. Weltweit appellieren die Mayors for Peace daher an ihre jeweiligen Staaten, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen, so auch in Deutschland an diesem Flaggentag.

Auch Nettetals Bürgermeister Christian Küsters ist für den Verzicht von nuklearen Massenvernichtungswaffen: „Wir unterstützen die Aktion sehr gerne und wollen ein sichtbares Zeichen für die Abschaffung der Atomwaffen setzen.“