Radtour des Monats: Sommertour in den Grenzwald

Radroute des Monats Juli − Heidemoor im Grenzwald. Foto: Kreis Viersen

Die Radroute des Monats Juli startet auf dem Parkplatz am Doerkesplatz in Nettetal-Lobberich. Sie verläuft zu großen Teilen auf unbefestigten Wegen und führt in den Grenzwald.

Zunächst geht es Richtung Norden zur Steegerstraße. Dort biegen die Radler links ab und erreichen Knotenpunkt (KP) 87. Es geht vorbei am Ferkensbruch zum KP 1 in Sassenfeld. Die Radler passieren die Lüthemühle, deren Geschichte sich bis ins Jahr 1380 verfolgen lässt. Heute befindet sich hier ein Restaurant sowie ein Reiterhof.

Über die Lindenallee geht es zum KP 14 in Breyell. Die Tour verläuft auf Wirtschaftswegen vorbei an Feldern Richtung KP 62. An der katholischen Kirche St. Clemens in Kaldenkirchen fahren die Teilnehmer links und folgen der Beschilderung zum KP 60.

Auf dem weiteren Weg lohnt ein Besuch der Sequoiafarm. Auf dem 3,5 Hektar großen Gelände findet man neben drei Mammutbaum-Arten auch zahlreiche seltene Gehölzarten. Die Mammutbäume können bis zu 3.800 Jahre alt werden und eine Stammhöhe von 100 Metern beziehungsweise einen Stammdurchmesser von zwölf Metern erreichen.

Auf unbefestigten Wegen geht es durch das etwa 17 Quadratkilometer große Landschaftsschutzgebiet Grenzwald. Es ist geprägt von einer abwechslungsreichen Landschaft mit Eichen- und Kiefernwäldern sowie Bruch- und Heidelandschaften. Biotope bilden Rückzugsorte für seltene Pflanzen aber auch für seltene Libellen- oder Schmetterlingsarten. Im südlichen Teil wurde früher Torf abgebaut. Des Weiteren wurde Flachs angebaut und sogenannte Kuhlen zum Verrotten gegraben. In diesen ehemaligen Flachskuhlen haben sich viele Pflanzenarten, darunter Sonnentau und Schnabelried, verbreitet. Hier befindet sich inzwischen einer der größten Moorfroschbestände in Nordrhein-Westfalen.

Vom KP 60 geht es für die Radler entlang einer ehemaligen Römerstraße auf unbefestigten Wegen zum KP 32. Im weiteren Verlauf führt die Tour vorbei am Natur- und Tierpark Brüggen, der von Familien gerne besucht wird. Die Teilnehmer erreichen KP 59 in Genholt und folgen der Route Richtung Süden zum KP 27 in Brüggen. Hier lädt der historische Ortskern zu einem Besuch ein.

Es geht weiter zum KP 90. Auf dem Weg zum KP 28 durchqueren die Radler den Ortsteil Born und passieren die katholische Pfarrkirche St. Peter in Born. Die einschiffige Kapelle wurde erstmals im Jahr 1136 urkundlich erwähnt und beherbergt einen Taufstein aus dem 13. oder 14. Jahrhundert.

Vom KP 28 verläuft die Tour durch Haverslohe zum KP 9 in das rund 500 Hektar große Landschaftsschutzgebiet Happelter Heide. Es besteht aus unterschiedlichen Wald-, Acker- und Grünlandflächen und bietet unter anderem einen Lebensraum für Fledermäuse.
Über den KP 65 in Schwalmtal-Dilkrath geht es für die Teilnehmer zum KP 37 in Viersen-Boisheim. Die Tour verläuft auf ruhigen Wirtschaftswegen und die Radler erreichen den KP 67 in Nettetal-Dyck. Sie fahren Richtung Westen in das Flothend und entlang des Nettetbruchsees zum KP 13. Heute befindet sich hier ein Naturerlebnisgebiet.

Es geht zurück Richtung Lobberich. Auf dem Weg zum KP 87 geht es vorbei an der katholischen Kirche St. Sebastian mit ihren imposanten Doppeltürmen. Über die Steegerstraße erreichen die Radler nach rund 40 Kilometern den Ausgangspunkt der Tour am Doerkesplatz in Nettetal-Lobberich. In der Innenstadt befinden sich Café und Eisdielen, die zum Verweilen einladen.

Die Knotenpunkte zum Nachradeln:
Parkplatz Doerkesplatz – 87 – 1 – 14 – Richtung 62 – 60 – 32 – 59 – 27 – 90 – 28 – 9 – 65 – 37 – 67 – 13 – 87 – Parkplatz Doerkesplatz

Geführte Radtour:
Der Allgemeine Deutsche Fahrradklub (ADFC) Krefeld-Viersen bietet am 11. Juli 2021 eine geführte Fahrradtour dieser Strecke an. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Parkplatz Doerkesplatz nahe Knotenpunkt 87 in Nettetal.

ACHTUNG: Der ADFC weist darauf hin, dass das Mitführen eines Mundschutzes zur Teilnahme an der Radtour zwingend erforderlich ist. Des Weiteren sind die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu beachten.