Schloss Neersen: Vorsitzende der Agentur für Arbeit Krefeld zu Gast

Foto: Stadt Willich

Zum Thema Ausbildung und Arbeit tauschten sich Bürgermeister Christian Pakusch und Dr. Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld, aus. Rademacher-Bensing bewunderte zunächst das renovierte Bürgermeisterbüro mit Smart-TV – auf dem Pakusch ihr dann die Seite der Ausbildungsbörse der Stadt Willich (https://was-willich-machen.de/) präsentierte. Stadt und Agentur für Arbeit wollen in Sachen Ausbildung und Arbeit weiterhin eng zusammenarbeiten, so auch bei der geplanten digitalen Ausbildungsbörse am 15. September. Man war sich einig, dass alle bei der Anwerbung von Arbeitskräften gemeinsam unterwegs sind und man diesen Weg auch zusammengehen sollte –öffentliche Hand und Unternehmen.

Rademacher-Bensing betonte, der Arbeitsmarkt in Willich sei „sehr gesund, sowohl was Struktur als auch Zahlen anbelangt“. Auch die Corona-Pandemie habe sich nicht stark auf die derzeitige Arbeitslosigkeit ausgewirkt. So liegt die Arbeitslosenquote für Willich im Juli bei 4,5 %, im Juli des Vorjahres lag sie bei 4,9 %.

Sehr positiv für den Willicher Arbeitsmarkt ist aus Sicht von Rademacher-Bensing, dass es in Willich eine Vielzahl an Unternehmen gebe, auch viele mittelständische Unternehmen, die bisher insgesamt auch die schwierige Corona-Krise gut gemeistert hätten. Pakusch stimmte dem zu, es gebe einen guten internationalen Branchenmix im Willicher Gebiet, das ja zwischen Krefeld-Mönchengladbach-Düsseldorf, dem Ballungsraum Ruhrgebiet, sowie an der niederländischen Grenze liegt und somit beste Möglichkeiten für Unternehmen bietet. Der Willicher Bürgermeister berichtete, dass viele Unternehmen expandieren wollen und Gewerbeflächen bei der Stadt anfragen würden, „derzeit haben wir aber keine freie Gewerbefläche mehr“. Daher gibt es Planungen für weitere Gewerbeflächen mit dem Gewerbegebiet Münchheide V auf 160.000 m².

Rademacher-Bensing betonte im Gespräch, „dass es für die Unternehmen immer schwieriger sei Arbeitskräfte zu rekrutieren, da der Arbeitsmarkt sukzessive enger werde.“ Die geplante digitale Ausbildungsbörse sei ein gutes Mittel um junge Leute für Willicher Betriebe zu gewinnen. „Es ist ganz wichtig, das Jugendlichen Einblicke in den Beruf angeboten werden“, so Rademacher-Bensing: „Ideal ist es wenn ein Praktikum im Betrieb ermöglicht werden kann. Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist dies die beste Möglichkeit junge Leute in den Betrieb zu bekommen. Das der wichtigste Weg für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber um Interesse am Betrieb zu erzeugen und Nachwuchskräfte zu gewinnen und damit die beste Rekrutierungsstrategie.“