Stadt Viersen: Buchensterben geht unvermindert weiter

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Das Altbuchensterben in den Viersener Wäldern geht mit unverminderter Geschwindigkeit weiter. Darauf wies jetzt Stadtförster Rainer Kammann hin. Er betonte, dass die Fällungen sich aus der Verkehrssicherungspflicht der Stadt ergäben. Wenn sogenannte Megagefahren festgestellt werden, bestehe sofortiger Handlungsbedarf.

„Kaum sind notwendige Fällungen ausgeführt, finden wir weitere Bäume, die gefällt werden müssen. Besonders der Hohe Busch und der Heiligenberg sind betroffen. Hatten wir bei der letzten Kontrolle zunächst lediglich 7 Buchen identifiziert, die entnommen werden müssen, zeigt die jüngste Bestandsaufnahme bereits 19 Exemplare, die nicht mehr zu retten sind“, sagte Kammann.

Ursache für das Buchensterben ist die so genannte Buchenkomplexkrankheit: Vorschädigungen durch Trockenheit und Hitze schwächen die Buchen physiologisch. In der Folge befallen Schadorganismen wie Pilze und Insekten die Bäume. Insbesondere der Pilzbefall zerstört rasch die Holzstruktur und zersetzt die Wurzeln. Am Ende dieses Prozesses versagt die Standsicherheit.

Wenn die entstehenden Lücken so groß sind, dass sie genügend Licht für die folgende Baumgeneration bieten, können die abgestorbenen Bäume durch Nachpflanzungen ersetzt werden. Für Neupflanzungen werden zu mindestens 50 Prozent heimische Baumarten verwendet. Ergänzend werden Baumarten gesetzt, die nach aktuellem Wissen besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit sind. In der nächsten Pflanzperiode werden 42 verschiedene Baum- und Straucharten gepflanzt.

Um für die notwendigen Wiederaufforstungsmaßnahmen Fördermittel des Landes NRW zu erhalten, werden nur solche Baumartenmischungen verwendet, die der Waldbaurichtlinie und den Förderrichtlinien Baumarten des Landes sowie den darin vorgegebenen Waldentwicklungstypen entsprechen.