Höchste Auszeichnung: Ehrenring der Stadt Viersen für Hans-Willy Bouren

Bürgermeisterin Sabine Anemüller und Ehrenringträger Hans-Willy Bouren auf der Bühne der Festhalle Viersen. Foto: Stadt Viersen

Hans-Willy Bouren hat aus den Händen von Bürgermeisterin Sabine Anemüller den Ehrenring der Stadt Viersen erhalten. Der Ehrenring ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt vergibt. Er wird vom Rat verliehen als Anerkennung und Würdigung für hervorragende Dienste für das Wohl der Stadt Viersen.

In ihrer Rede sagte Bürgermeisterin Sabine Anemüller, der Geehrte sei aus dem gesellschaftlichen Leben und politischen Wirken der Stadt nicht wegzudenken: „Du genießt in Viersen ein außergewöhnlich hohes Ansehen. Und du genießt es als ein seit Jahrzehnten aktiver Politiker über alle Parteigrenzen hinweg.“ Darum seien sich alle Beteiligten einig: Die Auszeichnung mit dem Ehrenring erfolge zurecht.

Die Menschen in allen Ortsteilen erlebten Hans-Willy Bouren als einen greifbaren, nicht ausweichenden Ansprechpartner. Er sei ein nahbarer Repräsentant der Stadt. Diese Funktion und Haltung, sagte die Bürgermeisterin, habe Bouren vor allem in der Zeit als Vize-Bürgermeister als Persönlichkeit mit Herz, Mitgefühl und Bodenständigkeit gelebt.

Nach einem kurzen Gang durch die vielen Felder, auf denen der Geehrte aktiv war und ist, zitierte die Bürgermeisterin einige Weggefährten – allesamt ebenfalls bereits mit dem Ehrenring der Stadt ausgezeichnet. Jochen Häntsch, der Willy Bouren für die Ehrung vorgeschlagen hatte, beschreibt Bouren als „immer ausgesprochen fairen und kompetenten Ratskollegen“. Er würdigte das sportpolitische, soziale und brauchtumsfördernde Engagement.

Marina Hammes hat Bouren so beschrieben: „Hans-Willy geht auf alle zu und ist sehr hilfsbereit – ein verlässlicher Partner.“ Er sei immer auf Ausgleich bedacht, auch mit den anderen Parteien. Günter Thönnessen nannte den Geehrten einen „richtigen Kümmerer“. Er sei jemand, der einen Posten nicht nur habe, sondern ihn auch ausfülle.

Zum Schluss ihre Rede erinnerte Sabine Anemüller an die Zeit, als Bouren erster stellvertretender Bürgermeister war und sie zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Er habe sie immer eingebunden und als vollwertige Partnerin behandelt: „Das zeigt, dass du unabhängig von der politischen Zugehörigkeit die Werte Anstand, Respekt und Gleichberechtigung hochhältst und lebst.“

Hans-Willy Bouren sprach in seinen Dankesworten von einem „ganz besonderen Tag. Nach mehr als 46 Jahren Ratszugehörigkeit wurde mir durch unsere Bürgermeisterin, auf Beschluss des Rates, die höchste Auszeichnung verliehen, die die Stadt Viersen zu vergeben hat.“ Es ehre ihn sehr, dass so viele engagierte Menschen ihm an diesem Abend das wichtigste und wertvollste schenken, das sie haben: ihre Zeit. Diese Zeit wolle er darum nutzen, allen Mitstreitern, Freundinnen und Freunden danke zu sagen.

Er sei dankbar, dass er die Möglichkeit habe, der Stadt in der geboren wurde, als Ratsherr, stellvertretender Bürgermeister und heute als Ortsbürgermeister zu dienen: „Die Entwicklung und Belange der Stadt lagen und liegen mit immer noch sehr am Herzen.“ In Brauchtum, Kultur und Sport, in vielen anderen Einrichtungen und generell im Vereinsleben werde ehrenamtliche Arbeit in höchstem Maß geleistet. Diese Arbeit sei nicht mit Geld aufzuwiegen: „Die Arbeit dieser Menschen ist unbezahlbar.“ Dieses Engagement sei für eine lebens- und liebenswerte Stadt unverzichtbar. Es sei der Kitt in der heutigen Gesellschaft.

Die Ehrung sei weit mehr als eine Anerkennung seines persönlichen Wirkens: „Ich sehe mich geehrt, gleichsam stellvertretend für alle, die in den vergangenen Jahrzehnten dazu beigetragen haben, dass ich heute diese Auszeichnung erhalten habe.“ Er habe sich immer und gerne mit innerer Überzeugung ehrenamtlich engagiert.

„Es bringt ja auch etwas, ein Ehrenamt zu haben“, sagte Bouren. „Kein Geld, aber dafür Erlebnisse und viele Freundschaften. Man wird von Menschen anerkannt, in deren Leben man eine Rolle spielt. Das macht froh.“ Man müsse allerdings bereit sein, sich und seine Zeit einzusetzen. Man müsse bereit sein, dazuzulernen, Geduld zu haben und Herausforderungen anzunehmen.

„Wer das einmal erlebt hat“, führte er fort, „weiß, dass man dabei nicht nur einen Weg zu anderen findet, sondern auch zu sich selbst. Ein Ehrenamt kann mehr Leben ins Leben bringen.“

Im Anschluss an die Ehrung, die in der Ratssitzung am Dienstag, 5. Oktober 2021, stattfand, fand ein Empfang mit geladenen Gästen im Foyer der Festhalle statt.