Bittere Wochen für Gastronomie: Einführung von 2G/2G+

Foto: NGG | Alireza Khalili

Das Gastgewerbe in NRW wäre weiterhin gerne Gastgeber für alle geblieben. Weitere Einschränkungen über 2G hinaus darf es nicht geben. Die Branche befürchtet zum Jahresende hohe Umsatzeinbußen wegen der 2G-Regelungen und abgesagter Feiern und Veranstaltungen.

Der gesetzlichen flächendeckenden Einführung einer 2G-Zugangsregelung im Freizeitbereich, die in NRW eingeführt werden soll, steht der DEHOGA Nordrhein-Westfalen (Hotel- und Gaststättenverband) ablehnend gegenüber. „Wir halten die bestehende 3G-Regelung auch jetzt noch für angemessen bei uns in NRW und wollen gerne weiterhin alle Gäste willkommen heißen“, bedauert Haakon Herbst, Regionalpräsident im DEHOGA Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig unterstreicht der Hotel- und Gaststättenverband, dass es über 2G(+) hinaus nicht zu weiteren Beschränkungen kommen darf. „Das Ende der Einschränkungen muss mit 2G erreicht sein, die Politik verlässlich bleiben. Es darf weder einen Lockdown geben noch die Wiedereinführung von Beschränkungen wie Mindestabständen oder der „Plexipflicht“, betont Herbst und weiter: die aktuelle Entwicklung war keinesfalls unvorhersehbar, und wir sind wieder das Opfer fehlender Planungsweitsicht.

Große Sorge bereitet der Branche, dass jetzt im zweiten Jahr in Folge das für die Gastronomie so eminent wichtige Jahresendgeschäft wieder empfindlich getroffen wird, nicht nur durch die Einführung der 2G-Regelungen. „Im letzten Jahr waren wir ab November geschlossen, in diesem haben wir uns auf einem akzeptablen Weg befunden, wenn auch nicht mit 2019 vergleichbar. Jetzt holt uns die Pandemie wieder ein. Die pandemische Entwicklung und die damit einhergehende steigende Verunsicherung in der Bevölkerung und der Wirtschaft bedeuten für die Branche: deutlich geringere Umsätze wegen weniger Weihnachtsfeiern, mehr abgesagte andere Veranstaltungen, weniger Gäste, die ausgehen. Für viele Betriebe heißt das: „Quasi-Lockdown“, so Herbst.

Wegen der sich durch die neuerlichen Maßnahmen und die wachsende Unsicherheit abzeichnenden wirtschaftlichen Folgen für das Gastgewerbe fordert der DEHOGA Nordrhein-Westfalen, die staatlichen Unterstützungen wie Überbrückungshilfen oder Kurzarbeitergeld über das Ende dieses Jahres hinaus zu verlängern und die aktuellen Hilfen zu verbessern. „Wir sind bis dato mehrheitlich gerade so eben durch die Auswirkungen der Pandemie gekommen. Auch wegen der staatlichen Unterstützung. Diese wäre komplett vergeblich bzw. umsonst geleistet worden, wenn man die Betriebe auf der Zielgeraden nun alleine ließe“, so Herbst abschließend.